Glaubt man den Erzählungen, so müssen sich hier Panzerwracks der NVA nur so stapeln. Goldgräberstimmung herrschte, da man meinte alte Schätze aus der Nazizeit wurden auf den Grund versteckt. Doch weit gefehlt. Weder Panzer noch das Bernsteinzimmer wurde hier gefunden. Kurz nach Schließung des Steinbruchs begann die Flutung, daß war etwa in den Siebzigern, und es stand somit für ein weiteres schönes Tauchgewässer in der Lausitz nichts mehr im Wege. Doch der Weg vom Steinbruch zu einem betauchbaren Gewässer war sozusagen "Steinig". Einige alte Aufnahmen (unter Historisches) aus der Zeit des Abbaus zeigen die Entstehung unseres jetzigen Tauchgewässers. Viel zu tun gab es allemal, den die Technik von "gestern" ist keineswegs mit "heute" zu vergleichen. Dementsprechend war die Arbeit mühselig und anstrengend zugleich. Doch mit der entsprechenden Stärkung in Form von Hopfenmalzschnitten ließ sich auch das ertragen. Granitblöcke die man aus dem Fels schnitt besser gesagt sprengte, sind heute noch in jeder Form Zeitzeuge dieser Industrie. Zusehen sind sie überall, doch in unserem Steinbruch sieht man ebend die Urform des Abbaus. Offene Wunden, die im Scheinwerferlicht bizarre Formen annehmen. Man sieht Plattformen, die aussehen wie Wachtürme, die an den Steilwänden hängen. Alte Saugrohre an den Steilwänden, die zum Abpumpen des steigenden Grundwasser dienten, sind überbleibsel aus längst vergangenen Tagen.
Selbst alte intakte Schutzhütten, die sicherlich dafür dienten, um bei der Graniternte dem Getöse der Explosion zu entgehen oder sich mal ein wenig auszuruhen, haben tief unten im See die Zeit überstanden. Viele Sachen sind noch unentdeckt, werden sich aber bald im Schein der Unterwasserlampen ihrer Gestalt annehmen. Neugierig geworden? Dann taucht einfach mal mit uns ab.